Wo die Generationen verschmelzen

Das Zeltlager des FC Imgenbroich mit 100 Kindern und Erwachsenen hat eine weit über 20-jährige Geschichte

Der Artikel und das erste Bild stammen von Heiner Schepp, mit freundlicher Genehmigung der Aachener Zeitung

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Der perfekte Ort:

Eine Wiese auf Rulert, die von großen Buchen umgeben ist, bildet seit über einem Vierteljahrhundert den Rahmen für das Sommer-Zeltlager des FC Imgenbroich. Im Zuge der Fußball-Kooperation wurde das Lager auch in diesem Jahr auf die Kinder und Jugendlichen von Tura Monschau Jugendfußball ausgedehnt. Über 100 Teilnehmer erlebten spannende Tage und Nächte.

"FC-Zeltlager – das ist für mich das Schönste im ganzen Jahr!" sagt Steffen und ist fast ein wenig traurig, dass es nun wieder fast zwölf Monate bis dahin dauert. Seit elf Jahren schon ist der 14-Jährige mit dabei, wenn im Sommer ein ganzer Verein auf Rulert buchstäblich seine Zelte aufschlägt. Auch in diesem Jahr verbrachten über 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein erlebnisreiches Wochenende auf der herrlichen, von stolzen Buchen umgebenen Wiese am östlichsten Ortsrand von Imgenbroich.

Seit 26 Jahren bereits zieht es den Sportverein genau an diese Stelle, seinerzeit beim Saisonabschluss einer F-Jugend des FC 21 entdeckt. Was zunächst den kleinen Kickern vorbehalten war, weitete sich in den Folgejahren immer weiter aus; zunächst auf andere Jugendfußballteams, dann auf die Ende der 90erJahre sehr starken FC-Tanzgruppen und schließlich auf die gesamte Kinder- und Jugendabteilung des Vereins, der heute nur noch im Namen ein "Fußball-Club" ist. Stichwort Fußball: Seitdem der FC Imgenbroich im Nachwuchsbereich unter TuRa Monschau-Jugendfußball gemeinsame Sache mit anderen Vereinen aus dem Stadtgebiet macht, kommen auch die Kinder aus anderen Orten in den Genuss dieser jährlichen Aktivität. Deshalb nutzte man den schönen Rahmen des Zeltlagers auch, um zwei erfolgreiche E-Jugendmannschaften der Spielgemeinschaft zu ehren und zu feiern.

Die Organisation des FC-Zeltlagers wurde mit den Jahren immer weiter perfektioniert und ist in puncto Logistik und Verpflegung mittlerweile ein kleines Unternehmen. Ein gut abgestimmtes Team trifft die Vorbereitungen und spannt bei der Abwicklung die Teilnehmer mit in die Arbeit ein: Jeder steuert etwas zum Familienabend am Ende des ersten Tages bei und jeder übernimmt eine Schicht bei den Mahlzeiten, egal ob Groß oder Klein.

Hand in Hand verschmelzen die Generationen auch bei den Aktivitäten. Bei der beliebten Lager-Olympiade bilden Kinder und Jugendliche aller Altersklassen von sechs bis 16 Jahren "ein Team", und wer der aktiven Teilnahme entwachsen ist, der hilft bei der Abwicklung der spaßigen Spiele und Disziplinen.

Zum Programm gehörten natürlich auch wieder Fußballspielen ohne Ende (besonders beliebt: das große Match Kinder gegen Erwachsene), Hütten bauen im Wäldchen nebenan, eine T-Shirt-Malaktion und die gruselige Nachtwanderung mit Märchenonkel Björn unter dem Druidenbaum. Und natürlich brannte am Zeltlagerwochenende, das nur am Samstagnachmittag zwei kurze Schauer erlebte, auch das große Lagerfeuer wieder 40 Stunden ohne Unterlass.